Vorbereitung eines Geoverarbeitungs-Service

Dieses Kapitel beschreibt die Vorbereitungen für die Erstellung eines Geoprocessing Services in WebOffice 10.9 R3. Generell sollte Ihr Geoprocessing Service zuerst in ArcGIS Desktop getestet werden, bevor es zu Ihrem WebOffice 10.9 R3 Projekt hinzugefügt wird.

Allgemein

Um das Geoprocessing Werkzeug in WebOffice 10.9 R3 nutzen zu können, ist es nötig die Geoprocessing Prozesse als ArcGIS Server Geoprocessing Services zu veröffentlichen. Ein Geoprocessing Service (wie eine Toolbox in ArcGIS Desktop) ist ein Container, welcher keine Geoprocessing Tasks ausführt. Dieser definiert aber einige Eigenschaften für das Geoprocessing Service (z.B. den Ausführungsmodus, die maximale Anzahl von Datensätzen welche vom Server zurückgegeben werden, usw.). Ein Geoprocessing Service kann ein oder mehrere Geoprocessing Aufgaben beinhalten. Der Geoprocessing Task repräsentiert dann das eigentliche Werkzeug, welches am Server ausgeführt wird.

 

WebOffice 10.9 R3 unterstützt die folgenden Parameter:

Datentyp

Beschreibung

Beispiel in JSON Repräsentation

Richtung

GPLong

Ein INTEGER Wert zwischen −2,147,483,648 und 2,147,483,647

345

Eingabeparameter

GPDouble

Dezimalwert

1.414

Eingabeparameter

GPString

String

TestString

Eingabeparameter

GPMultivalue:GPString

Ein Array von GP Parameterwerten vom Datentyp GPString.

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Derzeit werden in WebOffice 10.9 R3 nur String Multiwerte unterstützt.

[Parcels, Street Lights]

Eingabeparameter

GPBoolean

true oder false

true

Eingabeparameter

GPLinearUnit

Ein Wert welcher einen Distanzwert und einen zugehörige Maßeinheit wie zum Beispiel Meilen, Kilometer, Feet, etc. aufweist.

{ distance : 345.678, units : esriMiles }

Eingabeparameter

GPDate

Nummer welche die Zeiteinheit in Millisekunden seit der Epoche (1. Jänner 1970) in UTC aufweist.

1199145600000

Eingabeparameter

GPDataFile

Jeder Datentyp wie zum Beispiel .txt, .pdf, .csv, etc.

{ url : http://myserver/myfile }

Eingabeparameter

GPRecordSet

Tabellen welche Reihen und Spalten repräsentieren

 

Ausgabeparameter

GPFeatureRecordSetLayer

Objekte welche eine Geometrie, räumliche Referenz, Felderdefinitionen und Features beinhalten

 

Ausgabeparameter

Result Map Service

Ein Ergebniskartenservice (Result Map Service) welches durch einen asynchronen GP Task mit aktiviertem Kontrollkästchen erstellt wurde. Benutzen Sie diese Option um Ergebnisse mit der spezifizierten Symbologie in Ihrem Modell/Skript darzustellen.

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Derzeit können in WebOffice 10.9 R3 keine Result Map Services ausgedruckt werden. Der Kartenexport ist nur für Bilder bis zu 4096 px (Standardmäßiger Wert) möglich.

 

Ausgabeparameter

Eigenschaften von Task Parametern (REST) (© by Esri) erweitert bei VertiGIS

Erstellung

Die Erstellung eines Geoprocessing Services bzw. des Geoprocessing Tasks bedeutet das folgende Einstellungen getroffen werden müssen.

Auswählen einer oder mehrerer Geoprocessing Tools, welche Teil des Services werden. Dabei kann aus den unterschiedlichen Systemtools von ArcGIS ausgewählt werden oder es kann ein neues Tool mit dem ModelBuilder oder Python scripting erstellt werden.

Selektieren bzw. Sammlung der nötigen Eingabedaten für das Tool. In der Regel sind diese Datasets als Layer im Inhaltsverzeichnis von ArcMap oder innerhalb des Tool Dialoges eingebunden.

Führen Sie das Werkzeug aus, um in ArcMap ein Ergebnis im Fenster Ergebnisse zu erzeugen.

 

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Nähere Details bezüglich der Erstellung und Freigabe von Geoprocessing Services finden Sie in folgendem Kapitel Kurzer Überblick über das Erstellen und Freigeben von Geoverarbeitungs-Services und dessen Unterkapiteln.

Bitte beachten Sie ebenfalls die Hinweise zu Performance Tipps im Kapitel Tipps zur Performance-Optimierung für Geoverarbeitungs-Services.

 

Geoprocessing Model im ArcMap ModelBuilder

Geoprocessing Model im ArcMap ModelBuilder

Veröffentlichung

Um ein Geoprocessing Service zu veröffentlichen, muss das entsprechende Tool in ArcGIS Desktop ausgeführt werden um Ergebnisse im Ergebnis-Fenster von ArcMap produzieren zu können.

Falls bereits eine vorhandene Administrator oder Publisher Verbindung zum ArcGIS Server konfiguriert ist, können Sie mithilfe eines Rechtsklick auf das Ergebnis und durch Auswahl von Freigeben als > Geoprocessing Service, den Geoprocessing Prozess, ähnlich wie bei der Veröffentlichung von Kartendiensten, freigeben bzw. veröffentlichen. Außerdem können Sie zusätzliche Ergebnisse zum Service hinzufügen. Dabei bekommt jedes einzelne Ergebnis einen eigenen Process im Service.

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Nähere Details bezüglich der Veröffentlichung von Geoprocessing Services finden Sie unter Kurzer Überblick über das Veröffentlichen eines Geoverarbeitungs-Service und den dazugehörigen Unterkapiteln.

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Es ist in WebOffice 10.9 R3 möglich das Geoprocessing Service mit mehreren Geoprocessing Tasks zu benutzen, dennoch muss dabei ein Geoprocessing Werkzeug pro Geoprocessing Task in der WebOffice 10.9 R3 Projektkonfiguration konfiguriert werden.

 

Veröffentlichung des Ergebnisses als Geoprocessing Service

Veröffentlichung des Ergebnisses als Geoprocessing Service

 

Im Service Editor können verschiedenste Einstellungen zum Geoprocessing Service konfiguriert werden. Die wichtigsten Einstellungen im Zusammenhang mit Geoprocessing Services werden nachfolgend beschrieben. Für eine komplette Beschreibung der Eigenschaften benutzen Sie den oben beschriebenen Link zum Überblick über das Veröffentlichen eines Geoverarbeitungs-Services.

Funktionen > Geoverarbeitung: Haken Sie die das Kontrollfeld ⎕ Uploads bei den Zulässigen Operationen an, wenn Ihr Geoprocessing Task Funktionen zum Hochladen von Dateien unterstützen soll.
 

Geoprocessing Eigenschaften im Service Editor

Geoprocessing Eigenschaften im Service Editor

Parameter > Ausführungsmodus: Spezifiziert ob der Task in synchronem oder asynchronem Modus ausgeführt wird.

oSynchron
Der Client wartet bis der Task beendet wurde und ist erst nach der Beendigung wieder verfügbar.

oAsynchron
Nach dem Start des Tasks wird der Client sofort erneut verfügbar sein. Der Client verfolgt nicht die Ausführung des Tasks.

Darstellung der Ergebnisse durch ein Kartenservice: der Geoprocessing Server erstellt ein assoziiertes Kartenservice mit der visuellen Repräsentation der Ergebnisse

Parameter > Meldungsebene: Spezifiziert das Level der Meldungen welche vom Geoverarbeitungs-Service zum Client zurückgegeben werden.
 

Parametereinstellungen im Service Editor

Parametereinstellungen im Service Editor

Geoprocessing Task > Task Eigenschaften

Typ: Definiert, ob ein Parameter für den Task erforderlich oder optional ist.

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Beachten Sie, dass im Service Editor nur optionale Parameter mit dieser Funktion verändert werden können. Erforderliche Parameter müssen in den Eigenschaften des Tools auf optional geändert werden.

Eingabemodus: Spezifiziert wie der Client die Werte der Task Parameter übergibt. Mögliche Eingaben sind: Benutzerdefinierter Wert, Auswahlliste, Konstanter Wert
 

Geoprocessing Task Einstellungen im Service Editor

Geoprocessing Task Einstellungen im Service Editor

Ausführung

Testen Sie zuerst Ihren Geoprocessing Task in ArcGIS Desktop bevor Sie diesen zum WebOffice 10.9 R3 Projekt hinzufügen. Führen Sie den Geoprocessing Task direkt durch Öffnen der Dialogbox vom Geoprocessing Service aus.

Ausführung des Geoprocessing Tasks in ArcGIS for Desktop

Ausführung des Geoprocessing Tasks in ArcGIS for Desktop

 

Benutzen Sie das Ergebnis-Fenster um den Status des ausgeführten Tasks zum Server zu überwachen. Wenn der Datentyp des Ergebnisses ein File oder Raster Dataset ist, wird das Ergebnis im lokalen Scratch-Workspace gespeichert. Andere Datentypen werden mit dem Namen des spezifizierten Ausgabedatensatzes zur aktuellen Session hinzugefügt.

Ergebnis im Ergebnis-Fenster

Ergebnis im Ergebnis-Fenster

 

Falls die Tests erfolgreich sind, können Sie das Geoprocessing Tool in Ihrem WebOffice 10.9 R3 Projekt konfigurieren.

 

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Für nähere Details über die Konfiguration des ArcGIS Server Geoverarbeitungs-Services in WebOffice author siehe Kapitel ArcGIS Server Geoverarbeitungs-Service.

Für nähere Details zur Konfiguration des Geoprocessing Werkzeuges in WebOffice author siehe Kapitel Geoprocessing.

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